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Australische Lohnsteuer

Australien hat absolut gesehen einen der höchsten Mindestlöhne weltweit (Details zum Mindestlohn). Das relativiert sich allerdings etwas durch die hohen Lebenshaltungskosten, wobei diese in den ländlichen Gebieten weit weniger ins Gewicht fallen als in den teuren Großstädten an der Küste.

Bei Ausländern, die mit dem Working Holiday Visum arbeiten, zieht der Arbeitgeber 15 % des Lohns automatisch ab und reicht das an den Fiskus weiter. Dieser Steuersatz gilt im übrigen erst seit dem 1. Januar 2017 und hat gegenüber der früheren Regelung einen Vorteil und einen Nachteil.

Bis zum Ende des vergangenen Jahres wurden 32,5 % Lohnsteuer abgezogen. Ein Drittel des verdienten Geldes bekam man also erst gar nicht zu sehen. Jetzt beträgt der Abzug weniger als die Hälfte. Das ist ein klarer Vorteil.

Dafür gab es früher aber einen monatlichen Freibetrag von 500 AUD, den man nach der Ausreise aus Australien gelten machen konnte. Im Rahmen der Neuregelung wurde dieser Freibetrag gestrichen.

Unterm Strich hat man jetzt am Zahltag für die gleiche Arbeit mehr Geld in der Hand als früher. Fürs Reisen in Australien und ein paar extra Belohnungen für die Arbeit sicher nicht schlecht. Die Steuerrückzahlung als Nachschlag, wenn man schon wieder zuhause ist, fällt allerdings weg. Aber auch das musste mit viel Bürokratie und Papierkram erst erarbeitet werden.

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